Lagebericht Verwaltungsrat und Konzernleitung
Umsatzwachstum und Marktbearbeitung mit deutlichen Fortschritten
Die von der Charles Vögele Gruppe bearbeiteten angestammten Märkte waren im ersten Halbjahr 2007 von positiven konjunkturellen Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Getrieben von wachsenden Beschäftigungszahlen und der anhaltend zuversichtlichen Konsumentenstimmung wiesen auch die Ausgaben der privaten Haushalte steigende Tendenzen auf. Die in Deutschland aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung zum Jahresanfang erwartete Konsumzurückhaltung ist weitgehend ausgeblieben. Das Wirtschaftsumfeld hat damit in Kombination mit den idealen Wetterbedingungen im Frühling die Konsumenten in die richtige Kauflaune versetzt und einen erfreulichen Start in die neue Modesaison ermöglicht.
Um das angestrebte Umsatzwachstum aus eigener Kraft zu forcieren, ist die Charles Vögele Gruppe ihrerseits mit einem umfassenden Massnahmenpaket und erhöhten Marketingaktivitäten in die Frühling-Sommer-Saison 2007 gestartet. Dank der damit zusätzlich entwickelten Dynamik am Verkaufspunkt ist es dem Unternehmen in der Berichtsperiode gelungen, Umsatz und Ertrag deutlich zu steigern.
Erfreuliches Umsatzwachstum realisiert – absolut und flächenbereinigt
In der Berichtsperiode konnte die Charles Vögele Gruppe ihren Nettoumsatz auf CHF 672 Mio. steigern, was einer Zunahme von über 7% entspricht. Damit liegt der diesjährige Nettoumsatz sogar über dem Semesterresultat des Jubiläumsjahres 2005. Besonders hervorzuheben ist dabei das flächenbereinigte Wachstum, das über 4% der ausgewiesenen Zunahme ausmacht. Zur Umsatzsteigerung haben alle Vertriebsorganisationen beigetragen, wobei vor allem die Zuwächse in Belgien, den Niederlanden und Österreich beachtlich sind. Die laufende Optimierung der Sortimente, deren Präsentation in den Filialen und die ausgebauten Marketingaktivitäten haben diese erfreuliche Entwicklung massgeblich beeinflusst. Auch die vor einem Jahr erstmals eingeführten dritten Teilkollektionen pro Saison erfüllten sowohl im Januar als auch im Juni 2007 die Erwartungen und werden unverändert weitergeführt. Dank dieser Umsatzsteigerung konnte die Charles Vögele Gruppe ihre Marktanteile in den angestammten Märkten weiter festigen und ausbauen.
Ertrag gegenüber Vorjahr deutlich gesteigert
Der Bruttogewinn erhöhte sich in der Berichtsperiode um 12% auf CHF 428 Mio. und befindet sich damit auf dem höchsten Stand der vergangenen fünf Jahre. Dies entspricht einer Bruttogewinnmarge von 63.6%, die auch durch Währungsgewinne beeinflusst wurde. Der Betriebsaufwand hat sich im ersten Halbjahr aufgrund der expansionsbedingt steigenden Raum- und Logistikkosten sowie der intensivierten Marketingaktivitäten um 9% erhöht. Somit resultierte ein um 27% verbessertes Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von CHF 67 Mio., was einer EBITDA-Marge von 10.0% entspricht. Nach Abzug der Abschreibungen betrug das Betriebsergebnis (EBIT) CHF 38 Mio., was einer Verbesserung um 44% entspricht. Der Finanzaufwand hat sich gegenüber der Vorjahresperiode vorwiegend aufgrund der Einmalkosten im Zusammenhang mit der frühzeitigen Erneuerung des syndizierten Kreditvertrages erhöht und damit das Konzernergebnis mit einem einmaligen Effekt von rund CHF 1 Mio. belastet. Insgesamt konnte der Reingewinn für das 1. Halbjahr 2007 um über 69% auf CHF 23 Mio. gesteigert werden.
Expansion in allen Märkten vorangetrieben
In Übereinstimmung mit der definierten Expansionsstrategie wurde im ersten Semester 2007 in allen Märkten die Eröffnung neuer Filialen forciert. In der Schweiz und in Österreich wurde die punktuelle Verdichtung der bereits hohen Marktpenetration vorangetrieben und auch in Belgien und den Niederlanden wurden einige Standorte eröffnet. In Deutschland konzentrierte sich die Gruppe auf die Weiterführung der Standortverlagerung von Filialen in die wirtschaftlich stärkeren Regionen im Süden und Südwesten des Landes. Dabei werden die Verlagerungsentscheide aufgrund der individuellen Rentabilitätskennzahlen eines Standortes und nicht aufgrund geografischer Kriterien getroffen.
Nachdem der Verwaltungsrat im Januar 2007 entschieden hatte, in Ungarn den Teststatus aufzuheben und den Markt definitiv zu bearbeiten, konnten in den Folgemonaten des ersten Halbjahres schon drei neue Standorte eröffnet werden. Weitere zehn Standorte werden im zweiten Semester eröffnet, so dass gegen Ende 2007 bereits ein Filialnetz von rund 18 Filialen bestehen wird.
Marketing- und Werbeaktivitäten ausgebaut
In der Berichtsperiode hat die Charles Vögele Gruppe ihre Marketingaktivitäten im Hinblick auf die Lancierung des konzernweiten Kundenbindungsprogramms (Customer Relationship Management, CRM) ab Herbst 2007 deutlich ausgebaut. Dazu wurde in den Hauptmargenmonaten März bis Mai im ganzen Konzern ein Gewinnspiel mit der Verlosung von insgesamt 222 Fiat Panda realisiert. Dieses hat in allen Märkten eine beachtliche Resonanz bei den Kunden gefunden. Damit wurde nicht nur kurzfristig die Frequenz in den Filialen erhöht, sondern mit den rund 1.5 Millionen eingereichten Teilnahmescheinen eine ausgezeichnete Basis für die direkte Ansprache der Kunden in der Zukunft gelegt. Die entsprechenden CRM-Instrumente werden ab Herbst in allen Verkaufsorganisationen eingeführt.
Zusätzlich wurden in der Berichtsperiode in einigen Märkten die Werbeaktivitäten der Charles Vögele Gruppe weiter ausgebaut und so dem Konzernstandard angepasst. Während in Belgien die Frequenz der Modeblätter erhöht wurde, wirkte sich in Österreich die Rückkehr zum früheren Distributionspartner der Modeblätter positiv auf die Umsatzentwicklung aus.
Einführung des Modulkonzeptes per Ende 07 abgeschlossen
Die Einführung des Modulkonzeptes wurde auch im ersten Halbjahr 2007 weiter vorangetrieben und gelangt mit der Lancierung der Herbst-Winter-Kollektion 2007 planmässig zum Abschluss. Damit werden nun konzernweit alle grossen Warengruppen entsprechend der Filialgrösse und ihren lokalen Bedürfnissen modular präsentiert. Das Modulkonzept deckt rund 95% des Sortimentes ab und ermöglicht von der Kollektionsgestaltung bis zur Warenpräsentation auf der Verkaufsfläche eine konsistente Angebotssteuerung und die optimale Berücksichtigung der lokalen Filialbedürfnisse.
Fortschritte in allen Vertriebsorganisationen erzielt
Schweiz – Die Vertriebsorganisation Schweiz konnte ihren Nettoumsatz im ersten Semester 2007 auf CHF 222 Mio. steigern, was einer Zunahme von 2% entspricht. Dabei hat die angekündigte Sortimentsoptimierung für die grossflächigen Filialen erste positive Entwicklungen aufgezeigt und zum erzielten Umsatzwachstum beigetragen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) konnte ebenfalls erhöht werden, erreichte CHF 32 Mio. und liegt damit um rund 19% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Im Rahmen der Expansion wurde im ersten Halbjahr die Filiale im neuen Einkaufszentrum Sihlcity in Zürich eröffnet. Unter Berücksichtigung der lokalen Kundenstruktur wurde das Sortiment dieser Filiale ausschliesslich auf Damen- und Herrenbekleidung ausgerichtet. Das Portfolio umfasst derzeit 161 Standorte. Im Laufe des zweiten Halbjahres werden in der Schweiz vier weitere Standorte eröffnet und deren zwei geschlossen.
Deutschland – Die Vertriebsorganisation Deutschland profitierte im ersten Halbjahr 2007 von den positiven Rahmenbedingungen, die sich insbesondere durch die konjunkturelle Dynamik der deutschen Wirtschaft, steigende Beschäftigungszahlen und zunehmende Ausgaben der privaten Haushalte bemerkbar machen. Der Nettoumsatz erreichte in der Berichtsperiode CHF 218 Mio. und erhöhte sich damit um über 2%. Diese Umsatzsteigerung ist umso erfreulicher, als sie gegenüber den 330 Standorten im Vorjahr mit den 323 per Ende Juni 2007 bestehenden Filialen realisiert werden konnte. Der Betriebsverlust vor Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich um 20% auf CHF 1.6 Mio. im ersten Halbjahr 2007. Dieses Betriebsergebnis ist jedoch mit einem negativen, einmaligen Effekt von rund CHF 1 Mio. belastet, der aus der Wertberichtigung für eine Forderung gegenüber der in einem Insolvenzverfahren stehenden Heros-Gruppe in Deutschland resultiert. Auch in Deutschland wurden in der Berichtsperiode die Marketingaktivitäten weiter ausgebaut. Die bereits kommunizierte Zielsetzung, auf Stufe Betriebsergebnis (EBIT) bis spätestens 2008 den Break-even zu erreichen, bleibt bestehen.
Österreich – Obschon sich die österreichische Konjunktur im Berichtssemester über den Erwartungen entwickelte und auch die Arbeitslosenzahlen weiter rückläufig tendierten, zeigte sich der Privatkonsum noch etwas zurückhaltend. Trotz dieser noch abwartenden Haltung der Konsumenten konnte die Vertriebsorganisation Österreich ihren Nettoumsatz auf CHF 126 Mio. steigern. Dies entspricht einer beachtlichen Zunahme von 9%, die einerseits auf die Erweiterung des Filialportfolios auf 151 Standorte (Vorjahr 144 Standorte), andererseits auf die markant verbesserte Streuung des Modeblattes und die dadurch erzielte Erhöhung der Werbewirkung zurückzuführen ist. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich aufgrund höherer Werbe- und Raumkosten auf CHF 4 Mio. Österreich unterstützt auch weiterhin die Expansionsaktivitäten in Ungarn und Slowenien und stellt für den tschechischen Markt die Filiallogistik sicher.
Belgien/Niederlande – In Belgien hat sich der Preisdruck im Textilmarkt wie bereits im Vorjahr unvermindert fortgesetzt. Dadurch halten die Marktbereinigungstendenzen an und die Wettbewerbsstrukturen unterliegen einem stetigen Wandel. Nachdem die Charles Vögele Gruppe im vergangenen Jahr zehn Filialen übernommen und die Marketingaktivitäten in diesem Frühjahr nochmals deutlich intensiviert hatte, konnte die Vertriebsorganisation Belgien ihren Umsatz gegenüber der Vergleichsperiode um über 48% steigern. Dass mehr als ein Drittel dieses Wachstums auf ein flächenbereinigtes Wachstum entfallen ist, unterstreicht die stetige Akzeptanzerhöhung der Kollektionen und die zunehmende Etablierung der Charles Vögele Gruppe im belgischen Modemarkt. Insgesamt führt Charles Vögele in diesem Land derzeit 47 Filialen.
In den Niederlanden wurde zur Jahresmitte aufgrund der anhaltend positiven Konjunkturentwicklung der höchste Indexstand der Konsumentenstimmung der vergangenen sieben Jahre registriert. Weiterhin ermutigend ist auch die unverändert tiefe Inflationsrate, die mit ihren 1.8% zu den tiefsten der EU zählt. Gegenüber dem Vorjahr war jedoch eine weitere Verschärfung des Wettbewerbes festzustellen. Die Charles Vögele Gruppe hat ihre Expansionsaktivitäten in den Niederlanden wieder aufgenommen und in der Berichtsperiode das Filialnetz mit zwei Neueröffnungen auf total 114 Standorte aufgestockt. Im ersten Halbjahr 2007 konnte ein Umsatzwachstum von über 11% ausgewiesen werden.
Durch die in beiden Märkten realisierten Expansionsaktivitäten, aber auch durch das ebenfalls in beiden Ländern erwirtschaftete Wachstum auf der bestehenden Fläche konnte der kumulierte Nettoumsatz der beiden Vertriebsorganisationen auf CHF 90 Mio. in der Berichtsperiode gesteigert werden. Zu diesem erfreulichen Wachstum von rund 20% haben auch die ausgebauten Marketing- und Werbeaktivitäten beigetragen, die im Rahmen der Normalisierung der Marktbearbeitung nun weitgehend dem Konzernstandard angepasst sind. Der Betriebsverlust auf Stufe EBITDA konnte ein weiteres Mal reduziert werden und belief sich zur Jahresmitte noch auf CHF 4 Mio. An der Zielsetzung, für diese Vertriebsorganisation per Ende 2007 auf Stufe Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) den Break-even zu erreichen, wird festgehalten.
Osteuropa – Die vor einem Jahr in Ungarn eröffneten Filialen der Charles Vögele Gruppe bestätigen die Richtigkeit des beschlossenen Markteintritts. Im ersten Semester 2007 konnten bereits drei neue Filialen eröffnet werden. Für die zweite Jahreshälfte sind zehn zusätzliche Standorte vorgesehen. Aufgrund der teilweise langwierigen Bewilligungsverfahren muss die Eröffnung zweier zusätzlicher für 2007 vorgesehener Standorte auf das nächste Frühjahr verschoben werden.
Slowenien – In Slowenien hat sich die zum Jahreswechsel erfolgte Einführung des Euro in keiner Weise nachteilig auf die Wirtschaft ausgewirkt und auch keine Erhöhung der Preise nach sich gezogen. Die zu Beginn des Jahres 2007 beschlossene Steuerreform sollte der Binnennachfrage und der Konsumstimmung zusätzlichen Auftrieb verleihen und damit die ohnehin schon robuste Konjunkturentwicklung zusätzlich festigen. Die beiden bestehenden Filialen überzeugen nach wie vor mit sehr erfreulichen Umsatzentwicklungen und haben sich in ihren Regionen bereits sehr gut als Einkaufsstätten für aktuelle Mode etabliert. Im zweiten Halbjahr 2007 werden in Slowenien vier weitere Filialen ihre Tore öffnen. Auch hier muss die Eröffnung von drei zusätzlichen Standorten voraussichtlich auf das Frühjahr 2008 verschoben werden, da die Betriebsbewilligungen der Center derzeit noch ausstehen.
Testmarkt Polen – In Polen weisen alle Konjunkturkennzahlen steigende Tendenzen auf und wirken sich zusammen mit den ebenfalls kontinuierlich wachsenden Beschäftigungszahlen positiv auf den Privatkonsum aus. Die Umsatzentwicklung liegt in Polen zum Halbjahr leicht über den Erwartungen; eine aussagekräftige Vergleichsbasis für die Performance wird aber erst ab dem Geschäftsjahr 2008 möglich sein. In Polen wurde im April in Bielsko-Biala auch die fünfte vorgesehene Testfiliale eröffnet. Bis zum Entscheid über das weitere Vorgehen im Markt werden keine weiteren Filialen eröffnet.
Testmarkt Tschechien – Auch die tschechische Wirtschaft weist ein stetiges Wachstum auf, was im Mai zur höchsten Beschäftigungsquote seit Mai 2004 geführt hat. Parallel dazu befinden sich die Reallöhne ebenfalls in stetigem Steigflug, was das Konsumverhalten der Bevölkerung weiter stimuliert. Die Umsatzentwicklung des ersten Halbjahres 2007 kann derzeit aufgrund der fehlenden Vergleichsbasis des Vorjahres – die tschechischen Filialen wurden alle in der zweiten Jahreshälfte 2006 eröffnet – noch nicht schlüssig beurteilt werden. Wie in Polen werden auch in Tschechien bis Ende 2007 keine weiteren Filialen eröffnet.
Insgesamt haben die Vertriebsorganisationen in Osteuropa im ersten Halbjahr 2007 einen Nettoumsatz von CHF 15 Mio. erwirtschaftet, was bereits 2% des Konzernumsatzes entspricht. Der Betriebsverlust auf Stufe EBITDA konnte zur Jahresmitte 2007 deutlich reduziert werden und belief sich noch auf CHF 0.3 Mio.
Lagerbestand geringfügig über Vorjahr
Im Jahresvergleich hat das Warenlager per 30. Juni von CHF 267 Mio. im Vorjahr auf CHF 293 Mio. zugenommen. In diesem Wert enthalten sind Neuwareneingänge für die kommende Herbst-Winter-Saison 2007 in Höhe von CHF 51 Mio. Gegenüber dem Lagerbestand von CHF 281 Mio. am 31. Dezember 2006 hat sich das Warenlager um CHF 12 Mio. erhöht. Diese Lagerzunahme ist weitgehend auf die expansionsbedingte Erhöhung der Bestände sowie auf Währungseinflüsse zurückzuführen.
Investitionsschub spiegelt sich im Cashflow
Die Charles Vögele Gruppe hat in der Berichtsperiode ihre Nettoinvestitionen um 26% auf CHF 39 Mio. erhöht, wobei die Mittel insbesondere für Expansionsaktivitäten sowie für die technische Erneuerung im Bereich der Lager- und IT-Infrastruktur eingesetzt wurden. Der Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit erreichte CHF 36 Mio. In der Summe ergab sich zusammen mit den Nettoinvestitionen ein negativer Free Cashflow von knapp CHF 3 Mio.
Nettoverschuldung leicht angestiegen
Die Nettoverschuldung ist infolge der Lagerzunahme und der erhöhten Investitionen gegenüber den CHF 167 Mio. am 31. Dezember 2006 per Mitte 2007 auf CHF 179 Mio. angestiegen.
Kreditfazilität verlängert und reduziert
Die Charles Vögele Gruppe hat Ende Juni 2007 einen neuen syndizierten Kreditvertrag über CHF 250 Mio. unterzeichnet und damit den bestehenden syndizierten Kreditvertrag vom Juli 2004 in der Höhe von CHF 325 Mio. vorzeitig abgelöst. Die Laufzeit der neuen Kreditlinie beträgt fünf Jahre und wird aufgrund der deutlich verbesserten Zinskonditionen zu einer Reduktion der Finanzierungskosten führen.
Nennwertreduktion vollzogen
Die vom Verwaltungsrat vorgeschlagene Nennwertreduktion von CHF 8 auf neu CHF 6 pro Aktie der Charles Vögele Holding AG war an der ordentlichen Generalversammlung der Aktionäre vom 4. April 2007 genehmigt und per 4. Juli 2007 mit der Rückzahlung von CHF 2 pro Inhaberaktie vollzogen worden. Das Aktienkapital beträgt neu CHF 52 800 000 und setzt sich aus 8 800 000 Aktien zu CHF 6 Nominalwert zusammen.
Wechsel in der Konzernleitung
Gemäss Ankündigung vom 10. April 2007 ist Werner Lange seit dem 1. Juli 2007 für die operative Leitung des Einkaufs der Charles Vögele Gruppe verantwortlich und hat Einsitz in die Konzernleitung genommen. Er hat damit die Nachfolge von Serge Brugger angetreten, der im April auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausgeschieden war.
Operativer Ausblick im zweiten Halbjahr 2007
Für das zweite Semester 2007 wird trotz der aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten für alle von der Charles Vögele Gruppe bearbeiteten Märkte von einer anhaltend freundlichen Konsumentenstimmung ausgegangen. Das Unternehmen geht auch für das Gesamtjahr von einer Umsatzentwicklung aus, die weiterhin im Rahmen des Marktes oder einer leicht besseren Tendenz liegen wird. An den bereits kommunizierten Erwartungen bezüglich Betriebsgewinnmarge für das laufende Geschäftsjahr wird unverändert festgehalten.
Die Aktivitäten der Charles Vögele Gruppe werden sich auf die Weiterführung der Expansion in allen bearbeiteten Märkten konzentrieren, wobei der Schwerpunkt der Neueröffnungen in Ungarn und Slowenien liegen wird. Im operativen Bereich wird die Einführung des Modulprinzips abgeschlossen und die Lancierung zusätzlicher Kundenbindungsmassnahmen gestartet werden.
Bernd H. J. Bothe Daniel Reinhard
Präsident des Verwaltungsrats Chief Executive Officer